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Wie es begann…

Das Projekt begann mit Einsetzen der großen Dürre 2011.

Bis jetzt, 2015, sind die Ernten ganz ausgefallen oder stark dezimiert. Es herrscht große Not.
Auf den Feldern verdorrt der Mais, in Kenia und den meisten ostafrikanischen Staaten ist Mais Hauptnahrungsmittel.
Was fehlt, ist WASSER. Was es gibt, ist ein Fluss, der auch in schlimmsten Dürrezeiten nie versiegte. Das Projekt will
von dort WASSER zu den einzelnen Kleinbauern und deren Familien bringen.

Die ersten Erfolge

Was wir nun, 2014, schon erreicht haben, können die Bilder veranschaulichen:

Als erstes wurde dieser Wasserspeicher (Bild 1, links) gebaut und eine öffentliche Wasserentnahmestelle für die Frauen eingerichtet, die zuvor täglich 28 Kilometer zur Wasserbeschaffung zurücklegen mussten.

Die Kuh (Bild 2) ist dieselbe, das Kälbchen inzwischen zum kräftigen Bullen geworden, ein neues Kälbchen kam dazu.

Unser bisher größter Etappensieg sind die, entlang unserer neu installierten Wasserleitung jüngst errichteten Wassentnahmestellen, – sie ersparen Frauen und Kindern viele Kilometer Laufstrecke pro Tag!

Moringa Oleifera

Der Wunderbaum der Armen
Moringa Oleifera soll das Immunsystem stärken, es soll sogar dem Alterungsprozess entgegen wirken. Darüber gibt es unzählige Artikel und andere wissenschaftliche, seriöse Abhandlungen. Als Gegner von gedankenloser Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die heutzutage den Markt überschwemmen – so ganz nach dem Motto »je mehr, desto besser«, haben wir einige Selbstversuche unternommen. Und im Laufe derer, Rezepte entwickelt, in denen sich wohlschmeckend Moringapulver, wie auch die getrockneten Blätter einsetzen lassen.

Einer der wichtigsten Punkte in unserem Programm ist die Wiederaufforstung. Nur ein Ersetzen der durch Unwissenheit und Not abgeholzten Bäume kann der Bodenerosion entgegenwirken.
Ein weiterer Einsatz, der sich gelohnt hat: Die Idee, den Moringa-Oleifera-Baum anzupflanzen.

Dabei handelt es sich erstens um den am schnellsten wachsenden Baum, der zweitens auch noch für unsere Bodenverhältnisse ideal ist. Nicht nur deswegen wird er der »Wunderbaum der Armen« genannt. Es ist darüber hinaus die nährstoffreichste Pflanze der Welt. Alle seine Teile können verwertet werden. So dient zum Beispiel der Samen als perfekter Wasserreiniger. Das aus den Blättern gewonnene Pulver wirkt Mangelernährung und deren Folgen entgegen.

Der Plan

Als wir das Projekt in`s Leben riefen, gab es nur zwei feststehende Komponenten:
Die Menschen brauchen für ihr Überleben WASSER.
Und: Es gibt den Thuci River, der Wasser im Überfluss führt.

Die große Herausforderung lag und liegt in der Verringerung der Hindernisse zwischen diesen beiden
Fakten. Nur die Schritt für Schritt – Methode konnte zum Erfolg führen. Nur das Nicht – Aufgeben, wenn sich ein Plan als undurchführbar erwies, sei es wegen geographischer Gegebenheiten oder wegen horrender Kosten, die eine Maßnahme erfordert hätte. Es hieß also immer wieder, Ideen finden, Durchführbarkeit überprüfen, verwerfen, neu beginnen. Es war für uns ein Wettlauf mit der Zeit. Denn: Die Menschen hungern, viele verhungern.
Schließlich kam Erfolg in Sicht: In Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Hydrologen und Landvermessern wurde ein möglicher Dammbau nebst Intake in Erwägung gezogen; dieser Plan hat sich letztlich als durchführbar erwiesen, sowohl durch die landschaftliche Gegebenheit an einer Stelle, die unserem Plan entgegen kam und der Möglichkeit des Erwerbs von Nutzungsrechten des umgebenden Gebietes auf unbeschränkbare Zeit.
 
Unser erstes, das große Zwischenziel ist erreicht. In einem Zeitraum, der in Afrika, wo die Mühlen langsam, oft gar nicht mahlen, an ein Wunder grenzt, konnte am 5. Februar 2015 der Damm nebst Intake eingeweiht werden.
Von ihm gehen 4 Rohranschlüsse in verschiedene Täler ab. Die insgesamte Strecke, die verlegt werden soll, beträgt 60 Kilometer! Dies entspricht einem Viertel der ausschöpfbaren Kapazität des Flusses.
 
Die erste Teilstrecke ist bereits in Angriff genommen worden. Sie beträgt 12 Kilometer (siehe obigen Plan) und ihre Fertigstellung würde Wasser und damit gesichertes Überleben für 700 Gehöfte und ihre Bewohner, deren Gärten und 5000 Stück Vieh bedeuten.
3 Kilometer der Rohrleitungen sind bereits verlegt – bis zu 300 Männer haben monatelang am Aushub und der Verlegung mitgewirkt. Nicht nur der gesamte Plan, auch diese Zusammenarbeit ist beispiellos.

Damm\Intake – Einweihung

Am 5. Februar 2015 war es soweit! Unser Damm mit Intake wurde vom Governor des Distriktes Embu eingeweiht. Es war eine Sternstunde, zu der sich viele, viele glückliche Menschen versammelten. Es wurden Reden gehalten, getanzt, gesungen und gelacht.

Die Wasserleitung

Der nächste Schritt betrifft die Rohre. 3 Kilometer der benötigten 12 konnten erworben und verlegt werden.
Mit 1000 Euro lassen sich 16 Rohre á 8 inches erwerben, sie ergeben 100 m der benötigten Strecke.

Warum sich einsetzen?

Die Frage nach dem Motiv des Helfens ist eine gute, weil notwendige Frage. Wir meinen diese Art Hilfe, bei der es um Glück geht. Zum Glück der Betroffenen kommt das eigene Glück, das Menschen allein daraus ziehen beim Gedanken und der folgenden Tat, „dem Leben der ANDEREN ein Morgen zu schenken“. – Ja, es gibt Leben, die ohne Ihre und unsere Hilfe ohne die Hoffnung auf ein Morgen auskommen müssen!
Helfen macht glücklich, das ist unser Motiv bei Gründung unseres Projektes. Umso mehr jetzt, wo wir durch Erfahrung und Ergebnisse belegen können, dass es nie eine sozialromantische Worthülse war. Sondern: Es stimmt.

Helfen macht glücklich. Und wir zählen auf Menschen, die es genauso empfinden. Und einen Weg dafür suchen. Jemand sagte es einmal sehr schön: Green Paradiese Project NOW ist genau das Projekt, das ich mir immer gewünscht habe!

Download – « Dem Leben ein Morgen schenken

Aktuelle Publikationen

Wann denn, wenn nicht jetzt? (Tiefgründige Kurzgeschichten und Essays)

Kiriinya – Unser afrikanischer Traum (Bilddokumentation)

Ein Breitmaulfrosch kann mit einer Zikade nicht glücklich werden (Kinderbuch)

Wenn es regnet, sind wir glücklich (Filmographie)

Nähere Informationen zu den Publikationen finden Sie hier.

Philosophie

Unsere Philosophie hinter dem Projekt nannten wir die Mangobaum – Philosophie.

Wir haben sie, im Rahmen unseres Pilotprojektes „Küchengarten“ selbst ausprobiert. Warum sie so gut ist? – Sie funktioniert.
Zunächst pflanzten wir in ein Gebiet, in dem noch nie ein Mangobaum stand, diesen kleinen Setzling eines Mangobaumes. Wir wässerten diesen winzigen Mangobaum von Hand, mit ihm auch andere Baumsetzlinge, wie 500 Moringabäume, 25 Zitronenbäume, 25 Mandarinenbäume, 50 Neemtrees, 15 Bananenstauden, 15 Papayabäume und einige der für Heilzwecke einsetzbaren Sorte von Aloe Vera.

Aber bleiben wir beim Mangobaum, bei seiner wahren Geschichte und auch als ein Gleichnis. Im zweiten Jahr blühte er, im dritten Jahr blühte er und brachte EINE Frucht hervor, beinahe so groß wie er selbst. Im vierten Jahr, also jetzt, trägt er 92 Früchte! Allesamt schöne große Apfelmangos, die vor der Ernte stehen. Dabei hat er noch nicht mehr als zwei Meter Höhe erreicht. Wie es mit ihm – bei sorgsamer Pflege, weitergeht, kann man sich erfreut ausrechnen.

Nun kann man sich fragen und auch gleich die Antwort wissen, was mehr Sinn macht. Den Menschen kontinuierlich Geld zu schenken, damit sie ihr Kind zur Schule schicken können oder eine Bewässerungsmöglichkeit zu schaffen, damit sie – durch eigene Kraft, unabhängig von Spendern – JEDES JAHR alle ihre Kinder zur Schule senden können und auch die Mittel zum Leben haben.
Denn: 3 junge Mangobäume reichten ja bereits für das Schulgeld eines Kindes aus. Ganz zu schweigen nun von den anderen Früchten, die sie dann zuverlässig selbst anbauen könnten.

Auf diese Weise des Helfens dabei, eine Bewässerungsmöglichkeit zu schaffen, können wir gemeinsam hungernden Menschen dauerhaft ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft erschließen!

Die Früchte unserer Arbeit

Grün – Grün – Grün

Der Erfolg unserer Arbeit wird sichtbar

 

Die Früchte unserer Arbeit zeigen sich – immer mehr grüne Flecken in der bislang öden Landschaft

zeugen erstens davon, dass „unser“ Wasser die Menschen am jeweiligen Ort erreicht hat,

zeugen aber auch davon, dass die wichtigste Rechnung, die dem Projekt zugrundeliegt, aufgegangen ist:

Die Menschen sind sehr wohl imstande, unsere Projekthilfe zur Selbsthilfe zu nutzen!

 

Im Bild: Diese Familie profitiert bereits von ihrem – aus eigener Kraft betriebenen – Anbau so weit, dass nicht nur der tägliche eigene Gemüsebedarf gedeckt ist, sondern werden die Produkte aus ihrem verantwortungsbewussten Landbau auf dem Wochenmarkt verkauft. Das sorgt für das nötige Geld für den Schulbesuch der Kinder und gewährleistet medizinische Versorgung, sowie Kleidung und andere Dinge des alltäglichen Lebensbedarfs.