Der Plan

Als wir das Projekt in`s Leben riefen, gab es nur zwei feststehende Komponenten:
Die Menschen brauchen für ihr Überleben WASSER.
Und: Es gibt den Thuci River, der Wasser im Überfluss führt.

Die große Herausforderung lag und liegt in der Verringerung der Hindernisse zwischen diesen beiden
Fakten. Nur die Schritt für Schritt – Methode konnte zum Erfolg führen. Nur das Nicht – Aufgeben, wenn sich ein Plan als undurchführbar erwies, sei es wegen geographischer Gegebenheiten oder wegen horrender Kosten, die eine Maßnahme erfordert hätte. Es hieß also immer wieder, Ideen finden, Durchführbarkeit überprüfen, verwerfen, neu beginnen. Es war für uns ein Wettlauf mit der Zeit. Denn: Die Menschen hungern, viele verhungern.
Schließlich kam Erfolg in Sicht: In Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Hydrologen und Landvermessern wurde ein möglicher Dammbau nebst Intake in Erwägung gezogen; dieser Plan hat sich letztlich als durchführbar erwiesen, sowohl durch die landschaftliche Gegebenheit an einer Stelle, die unserem Plan entgegen kam und der Möglichkeit des Erwerbs von Nutzungsrechten des umgebenden Gebietes auf unbeschränkbare Zeit.
 
Unser erstes, das große Zwischenziel ist erreicht. In einem Zeitraum, der in Afrika, wo die Mühlen langsam, oft gar nicht mahlen, an ein Wunder grenzt, konnte am 5. Februar 2015 der Damm nebst Intake eingeweiht werden.
Von ihm gehen 4 Rohranschlüsse in verschiedene Täler ab. Die insgesamte Strecke, die verlegt werden soll, beträgt 60 Kilometer! Dies entspricht einem Viertel der ausschöpfbaren Kapazität des Flusses.
 
Die erste Teilstrecke ist bereits in Angriff genommen worden. Sie beträgt 12 Kilometer (siehe obigen Plan) und ihre Fertigstellung würde Wasser und damit gesichertes Überleben für 700 Gehöfte und ihre Bewohner, deren Gärten und 5000 Stück Vieh bedeuten.
3 Kilometer der Rohrleitungen sind bereits verlegt – bis zu 300 Männer haben monatelang am Aushub und der Verlegung mitgewirkt. Nicht nur der gesamte Plan, auch diese Zusammenarbeit ist beispiellos.